Die Trommel


Die Darabukka ist eine Trommel die in den östlichen Mittelmeerländern weit verbreitet ist. Weitere gebräuchliche Namen sind je nach Herkunftsland Dumbak, Tablah, Daraboukkeh ,Dumbek, Dumbelek. In Griechland wird sie Toumberleki, Toumbeleki und machmal Darambouka genannt.  Meines Wissens wurde sie auch in der mittelalterliche Musik verwendet. Ursprünglich war derKörper der Darabukka aus Ton was besonders beim Transport Schwierigkeiten bereitete. Nicht wenige Trommeln zerbrachen schon auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort. Auch bei den heute erhältlichen gußeisernen Ausführungen muß man beim Kauf genau darauf achten, daß keine Risse vorhanden sind. Das Fell bestand früher aus Naturfellen z.B. Ziegenhaut. Der Nachteil  der Naturfelle ist die Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen (auch Veränderung der Luftfeuchtigkeit). Man mußte ständig nachspannen. Das moderne Kunststoffell dagegen verzieht sich kaum. Beim Kauf sollte man allerdings darauf achten, daß es genau aufliegt und zwar rundherum, Spalten wirken sich negativ auf den Klang aus.


Griechische DarabukaModerne Darabukkas besitzen meist einen Aluminiumkörper und ein Plastikfell. Die hier abgebildete Darabukka ist 17 Zoll hoch und besitzt einen Durchmesser von 10,5 Zoll. Der Körper besteht aus Aluminium und ist mit Kunststoffleder überzogen. Das Trommelfell ist aus Plastik und  wird mit 8 Schrauben nachgespannt. Ein verstellbarer Tragegurt ermöglicht es die Trommel auch im Stehen zu spielen. Die dargestellte Darabukka wurde in Griechenland(Ioannia) erworben.




Spielweise Normalerweise wird die Darabukka im Sitzen gespielt. Hierzu wird die Trommel zum Spielen bei Rechtshändern auf den linken Oberschenkel gelegt und mit beiden Händen gespielt. Das DUM (tiefer Ton) wird normalerweise mit der rechten Hand angeschlagen. Die hohen Töne (Tak Ka) mit links und rechts am äusseren Rand des Trommelfells. Durch verschiedene Anschlagtechniken können die unterschiedlichsten Töne erzeugt werden. Der Grundrhythmus wird mit der rechten Hand geschlagen. Die Verzierungen (Fill ins) erfolgenmit der Linken.
(siehe Hinweise)

Wie auch immer man die Darabukka anschlägt. Wichtig ist nicht unbedingt die Technik, sondern das Ergebnis.

Tips zum Üben:

Ausschlaggebend ist der Rhythmus, (Der muss stimmen !). Lieber die Rhythmen etwas langsamer spielen und dabei immer auf den Takt  achten. Noch wichtiger ist die Betonung (Akzentuierung) der Schläge. Erst hierdurch entsteht Musik. Hilfreich können auch die Midifiles oder ein Metronom sein. Zum Üben sollte man am Anfang den Takt mitzählen z.B. bei 4/4  (1,2,3,4)  oder (1 & 2 & 3 & 4). oder den Takt mit den Füßen schlagen. (Ich habe inzwischen gelernt, dass Profis die Füsse und Beine beim Trommeln ruhig halten sollen !!)

Auf dieser Homepageseite sind relative viele Rhythmen dargestellt. Es ist nicht notwendig alle diese Rhythmen spielen zu können. Viele wichtiger ist es, sich hier die Rosinen rauszuspicken und die dann intensiv mit und ohne Verzierungen zu üben. Wenn man nur einen Rhythmus mit seinen Varianten (z.B. den Maqsum) beherscht, ist man schon sehr weit gekommen. Näheres darüber wird man demnächts im Online-Workshop finden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, das die Muskulatur enspannt ist. Mit verkrampften Muskeln kommt beim Trommeln auch nur Krampf raus. Generell sollte man vor dem Trommeln ein paar Entspannungsübungen für die Arme Handgelenk- und Fingermuskeln machen.

Ansonsten hilft nur üben..üben..üben..üben..üben.......
 

Hier einige Taktfiles:
 


 

Vor dem Nachspielen der dargestellten Rhythmen auf den folgenden Seiten hilft es auch sich den Rhythmus mit Worten wie DUM  tak-ka-tak  Dum tak-tak  einzuprägen und nachzusprechen. Ein 8/8 Rhythmus hat die gleichen Schläge wie ein 8/4 Takt ist aber doppelt so schnell.

Die Bezeichnungen Dum und TAK usw. sind etwas gewöhnungsbedürftig, sie sind aber im mittleren Osten durchaus gebräuchlich und geben in etwa den Klang der Darabukka wieder.

Die Midifiles mit den Trommelrhythmen können den tatsächlichen Klang der Darabukka nicht wiedergeben. Je nach verwendeter Soundkarte klingen die Soundfiles unterschiedlich, machmal sogar katastrohpal. Leider fehlt mir das Equipment anständige mp3 Files zu produzieren. Im Workshop sind einige Beispiele aufgeführt, die allerdings mit primitivsten Mitteln aufgenommen wurden. Falls jemand entsprechende Copyrigth-freie Musikfiles besitzt oder im Internet veröffentlicht hat würde ich sie gerne hier einbauen.


Hier noch einige Tips für den Kauf einer Darabuka !

Bei Kauf einer ägyptischen Darabuka sollte man folgende Punkte beachten.

  • Die Trommel sollte sauber verarbeitet sein. Ist bei Importen aus bestimmten Ländern nicht immer der Fall. (Risse im Körper, kaputte Gewinde usw.)
  • Die Schrauben um das Fell zu spannen sollten sich drehen lassen.
  • Fragen ob man ein Ersatzfell bekommt.
  • Der Klang sollte natürlich gut sein. (Fell muss richtig gespannt sein.)
  • Das Fell wird bei der Profitrommel mit 8 Schrauben verspannt.
  • Der Durchmesser des Felles sollte ca. 20-22cm betragen.
  • Wenn man die Trommel nur im Sitzen mit der klassischen Haltung spielt, ist es besser wenn die Darabukka nicht zu leicht ist, da sie sonst dauernd verrutscht. Bei der "Djembe Spielweise" ist es besser wenn die Trommel leicht ist. Mit Tragegurt kann man die Trommel auch im Stehen nach der klassischen Spielweise spielen. Ich habe allerdings in Deutschland noch keine Darabukkas mit Tragegurt gesehen. Es dürfte allerdings kein Problem sein einen Tragegurt selbst an der Trommel anzubringen.

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Last update: 22.08.2011